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Archiv für November 2008

Erneuter Angriff auf jüdisches Mahnmal

Erneut ist das jüdische Manhmal in Schöneiche Opfer eines Angriffs geworden. Unbekannte Täter warfen in der Nacht zum 21. November Kränze durch die Gegend und einen Blumentopf gegen den Stein, die am 9. November dort niedergelegt worden waren. Der Stein war zuletzt am 29. Oktober Ziel eines Angriffs durch Judenfeinde.

Quelle: Antifa Erkner

Pressemitteilung | BAK Shalom der Linksjugend [’solid]

Zur zeitweiligen Besetzung der Humboldt-Universität am Rande des SchülerInnenstreiks am 12. November 2008 erklärt Benjamin Krüger, Bundessprecher des BAK Shalom der linksjugend [’solid]:

Wir unterstützen die Schülerinnen und Schüler in ihren Forderungen nach einem gerechteren Bildungssystem, nach einer Schule für alle und einer besseren Ausstattung der Schulen im Sinne kreativer Lernorte ohne Elite-Wahn und Leistungsdruck.

Mit völligem Unverständnis und tiefer Empörung mussten wir aber zur Kenntnis nehmen, dass am Rande einer Besetzungsaktion der Humboldt-Universität einige DemonstrantInnen eine Ausstellung zu jüdischen Unternehmen in der NS-Zeit mutwillig zerstörten.

Dies ist auch mit jugendlichem Übermut nicht zu rechtfertigen. Wenige Tage nach dem 70. Jahrestag der „Reichspogromnacht“ erscheint dieser Vorfall geradezu verhöhnend gegenüber der Ernsthaftigkeit des Themas und den Opfern des NS-Regimes. Im besten Fall haben hier die notwendige Sensibilität und das historische Bewusstsein gefehlt, jedoch erscheint dies fast undenkbar, haben doch MitarbeiterInnen der Universität versucht einzugreifen. Wenn ein blinder Aktionismus zu solchen Konsequenzen führt, ist dies mehr als bedenklich.

Wir distanzieren uns entschieden von TeilnehmerInnen, die durch ihr Verhalten dem eigentlichen Anliegen der Demonstration nicht nur geschadet, sondern durch die Zerstörung der Ausstellung und nicht zuletzt von Einrichtungsgegenständen der Universität die richtige Forderung nach einer Verbesserung des Bildungssystems ab absurdum geführt haben.

Es ist ebenfalls erschreckend, dass die übrigen DemonstrantInnen nicht eingeschritten sind, ist doch ein zentrales Anliegen der Demo, dass SchülerInnen sich selbst engagieren und für ihre Interessen eintreten. Es ist nicht nachvollziehbar, wie eine derartige Ausstellung ohne massive Gegenproteste von umherstehenden SchülerInnen zerrissen und zerstört werden konnte. Die Passivität oder Gleichgültigkeit der TeilnehmerInnen verurteilen wir aufs Schärfste.