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Pressemitteilung des LAK Shalom Berlin zur antiisraelischen Demonstration am 17.Januar in Berlin

LAK Shalom Berlin der Linksjugend [’solid] | 18.01.2009

Pressemitteilung zur antiisraelischen Demonstration am 17.Januar in Berlin:

Antisemitismus, Geschichtsverfälschung und Gewaltaufrufe haben nichts mit Frieden zu tun

Am 17.Januar kam es in der Mitte Berlins erneut zu einer antiisraelischen Demonstration. Unter der Vorgabe für Frieden zu demonstrieren, riefen dazu auch verschieden linke Organisationen auf. Unter diesen Aufrufer_innen befanden sich auch mehrere Bundestagsabgeordnete der Linksfraktion und dazu noch genau zehn der elf Abgeordneten, die im letzten Jahr anlässlich des 9.November eine Abstimmung zu einem Antrag gegen Antisemitismus boykottierten.

Neben so genannten Friedensorganisationen, wie der “Achse des Friedens“ und dem “Deutschen Friedensrat“ übernahm die Hauptorganisation – wie auch bei den vorangegangen Aufzügen – die Palästinensische Gemeinde Berlin. Die letzten beiden Organisationen hatten auch noch kurz zuvor bis vor das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingeklagt, dass die Demonstrationsteilnehmer_innen Symbole der antisemitischen Terrororganisation Hamas zeigen dürfen. Dass es den Organisatoren so wichtig war, die offene Verbrüderung mit einer Terrorgruppe zu ermöglichen – die den jüdischen Staat mit samt seinen Bewohner_innen vernichten will und deren Programm aus Krieg besteht – offenbart für uns die Lächerlichkeit und die Dreistigkeit vorzugeben für Frieden zu demonstrieren. Als Wolfgang Gehrke – als einer der schon angesprochenen Abgeordneten des Deutschen Bundestages – in seiner Rede auf der Abschlusskundgebung für einen Frieden und eine Zwei-Staaten-Lösung warb, wurde er von hunderten Anwesenden dafür ausgepfiffen.

Die Stimmung auf der Demonstration war wieder sehr aggressiv. Das Feindbild stand für die Mehrheit der Teilnehmer_innen fest: Der Staat Israel, aber auch seine Bevölkerung und Jüdinnen und Juden allgemein. Das haben die mitgeführten Transparente und Schilder und Parolen verdeutlicht. Neben Hamas- und Hisbollah-Fahnen wurden auch unzählige Schilder mitgeführt, die Jüdinnen und Juden und Israel mit den Nationalsozialisten und ihren Verbrechen gleichsetzen. Als Beispiele seien hier nur “Warschauer Ghetto 1943 = Gaza Ghetto seit 1948“, “Die Opfer von gestern, sind die Täte von heute!!! – Davidstern = Hakenkreuz“ und “Gaza 2009 = Guernica 1937“ genannt. Zu dem wurden in der Demonstration hunderte Schilder mit der Aufschrift “Stoppt den neuen Holocaust in Gaza“ mitgeführt sowie Schilder mit der Aufschrift “I Love Hamas“.

Die Verbrechen des Nationalsozialismus werden mit solchen Parolen nicht nur verharmlost, sie sind auch eine Ohrfeige ins Gesicht der Opfer der Shoa. Und genau gegen diese Konsequenz aus der industriellen Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden – also den Staat Israel – gingen die Demonstrationsteilnehmer_innen auf die Straße.

Die Anwesenden haben auch nicht nur ein Wort darüber zu verloren, dass die Hamas mit ihren andauernden Angriffen auf Israel, für diesen Krieg verantwortlich ist. Stattdessen erklärte ein Mitglied der Palästinensischen Gemeinde Berlin vor der Kamera des RBB (Rundfunk Berlin-Brandenburg), dass Israel die Waffenruhe gebrochen und aufgekündigt hätte und somit für diesen Krieg verantwortlich sei. Anders als durch dreiste Lügen ließe sich wahrscheinlich nicht mehr rechtfertigen, solche Hassdemonstrationen durchzuführen. Wie auch in den letzten Wochen bei anderen Aufzügen in Deutschland, kam es auch bei diesem Aufmarsch wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen – die vor allem durch junge Männer gesucht wurden. So flogen einige Flaschen und Eisbrocken durch die Luft, die zum Teil die eigenen Demonstranten trafen. Eine Israelfahne wurde zertreten und eine weitere wurde versucht anzuzünden.

Neben der schon erwähnten Demonstrations-Unterstützung durch LINKE- Bundestagsabgeordnete verurteilen wir als Landesarbeitskreis Shalom Berlin auch die vereinzelte Teilnahme von Mitgliedern der Linksjugend [’solid] und die durch Fahnen sichtbare Präsenz von Mitgliedern des Bezirksverbandes Berlin-Neukölln der Partei DIE LINKE an dieser Demonstration. Antisemitische Hassmanifestationen können und dürfen nicht unterstützt und können und dürfen nicht toleriert werden!

Video von der Veranstaltung: wird demnächst folgen

Für Rückfragen: Sebastian Meskes (LAK Shalom Berlin) | Telefon: 015158834485 | E-Mail: mail [at] shalom-berlin.com | Web: www.shalom-berlin.com


3 Antworten auf “Pressemitteilung des LAK Shalom Berlin zur antiisraelischen Demonstration am 17.Januar in Berlin”


  1. 1 Morus 19. Januar 2009 um 18:55 Uhr

    Hier ist ein Video von dem Aufmarsch, inklusive “I ♥ Hamas” Schild…
    http://morusphotos.blogsport.de/2009/01/18/17012009-palaestina-demo-in-berlin/

  1. 1 “Friedensdemo” in Berlin die wasweiszichwievielte « Israelsolidarische & Antifaschistische Gruppe Pingback am 19. Januar 2009 um 1:38 Uhr
  2. 2 benjamin-krueger.net » Blog Archive » Berliner Demonstration gegen Israel verläuft in altbewährter Art Pingback am 19. Januar 2009 um 12:50 Uhr
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