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Pressemitteilung des Landesarbeitskreises Shalom zum 27. Januar 2009, dem offiziellen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus « LAK Shalom Berlin

Pressemitteilung des Landesarbeitskreises Shalom zum 27. Januar 2009, dem offiziellen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

„Es ist ein Tag, an dem Deutschland sagte: Wir nehmen die Verantwortung auf uns“ (Leo Trepp, Rabbiner und Honorarprofessor an der Universität Mainz)

Am 27. Januar eines jeden Jahre gedenkt die Welt der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau im Jahr 1945 durch die Rote Armee. Die Soldaten der sowjetischen Streitkräfte erreichten das Lager am Nachmittag des 27. Januar. Nur kurze Zeit zuvor wurden noch ca. 600 Häftlinge von SS-Mitgliedern ermordet. Insgesamt konnten an diesem Tag ungefähr 7650 Menschen lebend befreit werden.

Seit über zehn Jahren ist der 27. Januar in Deutschland offizieller Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Auschwitz steht für den einmaligen Versuch der totalen Vernichtung jüdischen Lebens in Europa. Bis zu 1,5 Millionen Menschen wurden in diesem Ort umgebracht. Davon waren ca. 90% Jüdinnen und Juden. Auch Roma und Sinti, sowjetische Kriegsgefangene, Homosexuelle, Widerstandskämpfer und politische Gefangene wurden ermordet. Auschwitz steht für eine singuläre Vernichtungspolitik im Machtbereich des nationalsozialistischen Deutschland: „Auschwitz wurde von Deutschen erfunden und betrieben.“ (Götz Aly) In diesem Zusammenhang stehende Relativierungen und gleichzeitiger Geschichtsrevisionismus, wie er in Deutschland wahrgenommen werden kann, halten wir für verabscheuenswert. Daher gehört für uns der Kampf gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus, wie auch die Erinnerung an die Verbrechen des Nazi-Regimes zur tagtäglichen politischen Arbeit. Derartige Verbrechen dürfen sich nicht wiederholen. Einer insgeheim zugewiesenen deutschen Opferrolle treten wir entschieden entgegen.

Aus dem Geschehenen ergibt sich Verantwortung, egal wie alt oder jung jemand ist. Für uns als LAK Shalom Berlin bedeutet dies auch in diesem Jahr an Gedenk- und Aufklärungsveranstaltungen teilzunehmen. Mitglieder und Sympathisanten der Linksjugend [’solid] sind daher aufgerufen sich an eben diesen zu beteiligen. So wird unter anderem vom LAK Shalom am 7.02. eine Fahrt in das Konzentrationslager Sachsenhausen bei Berlin organisiert an der Interessierte teilnehmen können.