Save Israel
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Archiv für März 2009

Zur Kritik des Antisemitismus und des Antiamerikanismus. Solidarität mit Israel.

Vortrag und Diskussion mit Referat von Sebastian Voigt (Bündnis gegen Antisemitismus, Leipzig).
„So wahr es ist, dass man den Antisemitismus nur aus unserer Gesellschaft heraus verstehen kann, so wahr scheint es mir zu werden, dass heute die Gesellschaft selbst nur durch den Antisemitismus richtig verstanden werden kann.“ (Horkheimer)

Die Wahrheit dieses Satzes hat die Mehrheit der Linken bis heute nicht verstanden. Im Vortrag sollen Gründe dafür diskutiert werden. Ebenso wird gezeigt, dass aus dem Kampf gegen Antisemitismus eine Solidarisierung mit dem Israel, dem Staat der Shoa-Überlebenden, folgt. Des Weiteren wird der Zusammenhang zwischen dem antisemitischen Ressentiment und der Feindschaft gegen die Vereinigten Staaten von Amerika dargelegt. Indem Linke sich über alles freuen, was Amerika schadet, im schlimmsten Fall gar über das Massaker am 11.September 2001 in New York City, stellen sie sich in eine jahrhundertlange europäische Tradition der Feindschaft gegen die “Neue Welt“. Diese Tradition gilt es vehement zu kritisieren, denn das Gerede vom “Weltfeind Nummer Eins“ und das Lamentieren über den “amerikanischen Kulturimperialismus“ unterscheidet sich nicht von dem Antiamerikanismus deutscher Nazis.

Die Veranstaltung bildet den fünften Teil der gemeinsamen Veranstaltungsreihe gegen Antisemitismus des Landesarbeitskreis Shalom Berlin der Linksjugend [’solid] und den Jusos Berlin.

Freitag den 24.April 2009 | 18:00 Uhr | Tristeza (Pannierstraße 5 – nähe U-Bahnhof Hermannplatz [U7, U8])

Podiumsdiskussion: 30 Jahre islamische Revolution im Iran

Am 1.April 2009 jährt sich zum 30.Mal der Tag, an dem durch Ajatollah Chomeini die Islamische Republik Iran ausgerufen wurde. Seitdem wurden durch die Mullahs zehntausende Menschen misshandelt und ermordet. Die klerikalfaschistische Diktatur bekämpft mit einer harten Linie jede Form von Individualismus und Aufklärung. Systematisch werden im Iran Proteste von Student_innen und Gewerkschafter_innen zerschlagen, Frauen brutal unterdrückt, nationale und religiöse Minderheiten, Schwule und Lesben und Regimegegner_innen verfolgt. Hinrichtungen und Folter, auch an Minderjährigen, sind an der Tagesordnung. Staatliche Willkür, Armut und Korruption sind allgegenwärtig.

Als “schlimmste Verbrechen“ gelten im Iran Homosexualität und die Abkehr vom Islam – beide “Verbrechen“ werden durch Hinrichtung bestraft. Oft wird diese Strafe durch das Mittel der Steinigung vollstreckt.

Ebenfalls bedroht durch die iranischen Klerikalfaschistischen sind Jüdinnen und Juden – besonders gilt das für Israel, aber auch durch Anschläge bedrohte jüdische Menschen im Rest der Welt. Der Iran arbeitet mit Hochdruck am Bau der Atombombe und iranische Führer wie Chomeini, Rafsandjani und Ahmadinejad haben in Brandreden immer wieder zur Vernichtung des jüdischen Staates aufgerufen. Zudem bildet das Regime Kämpfer von antisemitischen Terrororganisationen – wie Hamas und Hisbollah – militärisch aus, finanziert diese und beliefert sie mit Waffen.

Wir wollen mit den Gästen, die wir eingeladenen haben, über diese anhaltenden Zustände im Iran und dem Umgang damit außerhalb des Landes diskutieren. Dazu gehört auch, dass die benannten Menschenrechtsverletzungen im Fokus der deutschen Öffentlichkeit kaum eine Rolle spielen und stattdessen die deutsche Wirtschaft einen regen Technologiehandel mit dem Regime betreibt und die Bundesregierungen der letzten Jahrzehnte immer gegen Sanktionen angekämpft haben.

Es diskutieren die Gäste:

- Dr. Wahied Wahdat-Hagh (European Foundation for Democracy, Brüssel)
- Sergej Lagodinsky (Sprecher des Arbeitskreis jüdischer Sozialdemokraten, Berlin)
- Anne Vester (Bundesarbeitskreis Shalom der Linksjugend [’solid], Köln)
- Andreas Benl (Autor und Mitinitiator der Kampagne STOP THE BOMB!, Hamburg)

Moderiert wird die Veranstaltung von Ulrike Becker (Mideast Freedom Forum Berlin, Berlin)

Sonntag den 29.März 2009 | 17:00 Uhr | Seminarraum der Jüdischen Gemeinde zu Berlin in der Neuen Synagoge (Oranienburger Straße 28/30 – S-Bahnlinien 1, 2, 25 und Straßenbahnlinien M1, M6 bis Oranienburger Straße)

Eine Gemeinsame Veranstaltung des BAK Shalom der Linksjugend [’solid] und den Jusos in der SPD.

*Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.