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Archiv für November 2011

Podiumsdiskussion: DIE LINKE ein halbes Jahr nach der Antisemitismusdebatte – Ist das Glas halb leer oder halb voll?

„Antisemiten als Koalitionspartner? Die Linkspartei zwischen antizionistischem Antisemitismus und dem Streben nach Regierungsfähigkeit“ – das ist die Überschrift des wissenschaftlichen Artikels von Samuel Salzborn und Sebastian Voigt, der schon vor der Veröffentlichung der Endversion zu einer mehrwöchigen Debatte in der Partei führte und in zwei Beschlüsse der Bundestagsfraktion mündete. In diesen wurden einerseits konkrete Schritte festgeschrieben, wie die Nichtteilnahme an der Gaza-Flotte, das klare Bekenntnis zur Zwei-Staaten-Lösung und die Absage an antiisraelischen Boykottaktionen. Andererseits wurde festgehalten, dass Kritik an Israel nicht per se antisemitisch ist, wodurch der Eindruck erweckt wurde, dass der Antisemitismusvorwurf lediglich wegen einer israelkritischen Haltung erhoben wurde.

Relativ schnell ging die Partei nach diesen Beschlüssen zur Tagesordnung über – Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin standen an. Unbeantwortet bleibt daher die Frage, welche konkreten Folgen die Beschlüsse für das Verständnis von Antisemitismus in der Partei – besonders hinsichtlich des Nahost-Konfliktes – haben wird. Wo steht die Partei ein halbes Jahr nach den Beschlüssen? Kann man mit innerparteilichen Veränderungen rechnen? Oder zerbricht die Partei sogar am Nahost-Konflikt? Gibt es eine Abkehr vom Antizionismus oder wird man sich weiterhin auf israelfeindliche Aktionen einstellen müssen? Diese Fragen diskutieren:

Dr. Klaus Lederer – Landesvorsitzender DIE LINKE Berlin, Mitglied im Abgeordnetenhaus
Prof. Dr. Mario Keßler – Historiker aus Berlin und Potsdam
Katharina König – Sprecherin für Jugendpolitik, Netzpolitik & Antifaschismus DIE LINKE im Thüringer Landtag
Moderation: Lena Kreck und Stefan Gerbing – beide Redaktion prager frühling

25. November 2011, 18 Uhr
Berlin, Karl-Liebknecht-Haus, Konferenzsaal I, Kleine Alexanderstraße 28, U-Bahn-Station Rosa-Luxemburg-Platz

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus statt.

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